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So Entfernen Sie Zecken Richtig!

So entfernen Sie Zecken richtig!

In diesem Beitrag beschreiben wir Ihnen, wie Sie Zecken möglichst sauber entfernen, ohne dass Rückstände der Zecke in der Wunde verbleiben.

Wie schnell übertragen sich Viren und Bakterien?

Sollten Sie einen Zeckenstich entdecken, ist schnelles Handeln erforderlich. Etwa nach 2 bis 14 Stunden nach dem Stich der Zecke, kann die Übertragung der Borrelien-Bakterien (Borreliose) erfolgen. Die Übertragung des Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME), erfolgt jedoch in kürzester Zeit, so dass die Haut nach einem Wald- oder Wiesenspaziergang unbedingt nach dem Spinnentier abgesucht werden sollte. Vor allem in feuchten und warmen Körperregionen, zum Beispiel den Kniekehlen, den Achseln oder anderen Zwischenräumen, fühlen sich Zecken wohl.

Wie wird eine Zecke am besten entfernt?

Wenn Sie einen Zeckenbiss festgestellt haben, ist es am besten, wenn die Zecke gerade (vertikal) herausgezogen wird. Zecken haben kein Gewinde, drehen Sie das Tierchen deshalb nicht aus der Haut heraus, da sonst die Beißwerkzeuge der Zecke in Ihrer Haut stecken bleiben könnten. Beim Entfernen ist es wichtig, dass Sie ruhig bleiben und die Zecke nah an der Einstichstelle greifen. Andernfalls bestünde das Risiko, die Zecke zu zerquetschen und die potentiellen Erreger in die Wunde zu drücken. Je früher Sie mit der Entfernung der Zecke beginnen, desto einfacher lässt sie sich aus der Haut herauslösen.

Zum Entfernen eignen sich handelsübliche Pinzetten, spezielles Besteck zur Entfernung der Zecke ist ebenfalls erhältlich. Hierzu zählen die Zeckenpinzette, Zeckenkarte und die Zeckenzange.
Die Zeckenkarte schiebt man unter die Zecke und hebelt sie aus der Haut heraus.
Mit der Pinzette und der Zange wird die Zecke gepackt und vorsichtig  aus der Haut herausgezogen.
Lassen Sie sich Zeit und lösen Sie die Zecke ganz langsam heraus. Ein ruckartiges Ziehen kann dazu führen, dass Bestandteile der Zecke abreißen und in der Stichwunde verbleiben. Eine Innovation auf dem Gebiet der Zeckenentfernung ist das Zeckenlasso, bzw. die Zeckenschlinge. Hierbei wird eine Schlinge um die Zecke gelegt, zugezogen und entfernt.

Sollte das Herauslösen der Zecke nicht auf Anhieb gelingen, so lassen Sie sich nicht entmutigen. Nehmen Sie sich genügend Zeit und Ruhe, manchmal benötigt man mehrere Versuche. Bei schwierigen Stellen ist es vielleicht nötig, dass Ihnen jemand dabei hilft. Sollte sich die Zecke partout nicht entfernen lassen, so können Sie sich von Ihrem Hausarzt unterstützen lassen.

Versorgung und Beobachtung der Einstichstelle

Nach der Zeckenentfernung ist es wichtig, dass Sie die Einstichstelle säubern und desinfizieren. Hierfür eignen sich ein Schleimhautdesinfektionsmittel oder jodhaltige Salben. Ebenso sollten Sie die Stichstelle etwa 2 bis 3 Wochen beobachten. Wenn sich die Wunde entzündet oder Veränderungen, wie die Wanderröte, festgestellt werden, ist der Gang zum Hausarzt empfehlenswert.
Da Zecken sehr widerstandsfähig sind, sollten Sie das Tierchen nach der Entfernung mit einem Glas oder einem Stück Papier, zerdrücken. Geschieht dies nicht, könnten Sie den Blutsauger später auf Ihrem Haustier oder sogar Ihrem Kind wiederfinden. Von einer Entsorgung einer lebendigen Zecke, ist daher dringend abzuraten.

Keine Hausmittel und nicht die Hände verwenden!

Vermeiden Sie es, die Zecke mit den bloßen Händen bzw. den Fingern zu entfernen, da die Gefahr besteht, dass FSME-Viren oder Borrelien in die Wunde gedrückt werden. Zudem könnte die Wunde verunreinigt werden und sich entzünden.

Von Haushaltsmitteln, wie Öl, Nagellackentferner oder Kleber, sollte Abstand genommen werden, da sich die Zecke in die Einstichstelle erbrechen könnte und somit Krankheitserreger übertragen werden könnten. Einige Substanzen regen sogar den Speichelfluss der Zecke an. Im Speichel finden sich zahlreiche Erreger, verzichten Sie daher bitte auf diese Hausmittel!

Ein Gastbeitrag von Lars Koeppe vom Portal http://zeckenbiss-behandeln.de.

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